Stockholm-Konvention  

Die Stockholm-Konvention ist ein globales Abkommen, das versucht, Mensch und Umwelt von persistenten organischen Schadstoffen, sogenannten POPs, zu schützen. Das Abkommen will POPs aus der Umwelt entfernen resp. ihren Ausstoss einschränken. Die von der Schweiz 2003 ratifizierte Konvention ist seit 2004 in Kraft.
Die Konvention definiert zur Zeit 12 Chemikalien als POPs (the dirty dozen). Vier davon sind sogenannte industrielle POPs inkl. Nebenprodukte aus Verbrennungsprozessen: HCB, PCB, Dioxine und Furane. Die anderen acht Substanzen sind Agrochemikalien, Herbizide und Pestizide (wie etwa DDT).
POPs sind äusserst toxische, langlebige Chemikalien, die sich über verschiedene Wege in der Natur verteilen und sich im Fettgewebe von Organismen anreichern. POPs können unter anderem die Fortpflanzung oder das Immunsystem beeinträchtigen sowie Krebs verursachen.
Alle Länder, welche die Stockholm-Konvention ratifiziert haben, müssen zwei Jahre nach Ratifizierung einen National Implementation Plan (NIP) einreichen. In Artikel 12 und 13 der Konvention werden den Entwicklungs- und Schwellenländern für die Umsetzung technische und finanzielle Hilfe durch die Industrienationen zugesichert. Die Geldmittel für die Finanzierung der Eliminierung von POPs in der Umwelt resp. durch Verringerung von POP-Nebenprodukten in Verbrennungs- und Produktionsprozessen werden durch die Global Environment Facility (GEF) in Washington verwaltet.

Dank unserer grossen Erfahrung und guten internationalen Kontakten können wir auch Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Stockholm-Konvention anbieten:

  • Überprüfen von NIPs
  • Ausarbeiten von Projektkonzepten zur Reduktion und Elimination von industriellen POPs in Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Projektleitung für die Umsetzung von POP-Projekten in Entwicklungs- und Schwellenländern
  • Grundlagenarbeiten im Bereich der offenen PCB-Anwendungen (Schweiz)
  • Erstellen von POP Inventaren
  • Einführung von PCB-Analysemethoden in ausländischen Labors inkl. Qualitätssicherung